Wie bekannt, wird München oft vom Föhn heimgesucht. Mal leicht, mal schlimm. Diesmal traf das letztere zu und ein Mann brach auf der Straße zusammen.
Sofort versammelte sich eine Menschenmenge um ihn und die liebevollen Ratschläge wurden kostenlos gegeben: "Ins Krankenhaus muss er, von der Straße weg" und so weiter.
Ein alter Herr sagte: "Dem fehlt nix, was ein Cognac nicht richten tät."
Aber die Leute konnten sich nicht einigen: "Sanitäter her... sei Hemd ausziagn, damit a a Luft kriagt."
Der alte Herr blieb aber bei seinem Ratschlag: "Unsinn, an Cognac braucht er."
Immer noch kam keine Einigung zustande, bis sich der Ohnmächtige aufrichtete und mit leiser Stimme sagte: "Reds do net so an Schmarrn daher, liabe Leit. Hörts auf den oiden Herrn."

Im Stadion an der Grünwalder Strasse findet ein Fussballspiel statt. Wie üblich sind die Trambahnwagen so überfüllt, dass sich ein Fremder aufregt: "Unglaublich ist das! Es müssen doch genug Wagen für solche Sportveranstaltungen gestellt werden."
Den Schaffner rührt das gar nicht: "Regns Eahna net auf. Wagen hama grad gnua. Bloß Leit sans zuvui."

Am Stachus wendet sich ein Fremder an einen Einheimischen mit folgender Frage: "Ich möchte gern in den Zoo nach Hellabrunn."
"So", sagt der Münchner, "als wos mogst denn eini?"

Am Stachus geht es während der Stoßzeit turbulent zu. Ein Reisender, der mit einem Taxi zum Bahnhof will, wird immer nervöser. Endlich fragt er: "Können Sie denn nicht ein bisschen schneller vorankommen, ich verpass sonst meinen Zug."
"Sie kunnten scho", meint der Fahrer da lakonisch, "aber i net. I muass beim Wogn bleim."

Eine Fremde gibt einem Münchner Taxifahrer ein Trinkgeld. Wortlos steckt er es ein. "Bedanken sich die Fahrer denn hier nicht?" fragt sie verblüfft.
"Oana scho" sagt der. "Und oana net."

 
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