Kare und Lucke treffen sich nach längerer Zeit zufällig in der Stadt. Kare schlendert daher wie ein Penner, Lucke dagegen ist piekfein in Schale. Kare staunt ihn an und Lucke erzählt, dass er im Lotto gewonnen hat.
"Wir wohnen jetzt in a Villa mit an Schwimmingpuhl und Du kannst uns glei nachmittags bsucha kemma."
Gesagt, getan, der Kare fährt zu der angegebenen Adresse, bestaunt Garten und Schwimmbad gebührend und läutet.
Der Diener öffnet, lässt ihn aber nicht ein.
"Zu wem wollen Sie bitte?" fragt er hoheitsvoll.
"Zum Lucke natürlich", sagt der Kare und will ihn beiseite schieben.
"Einen Herrn diesen Namens gibt es hier gar nicht", sagt der Diener.
"Ach geh her, mach do kei Sprüch", wird der Kare ärgerlich. "I hob´n do heut in der Stadt troffen und bin bstöllt."
Darauf antwortet der Diener: "Der Herr Ludwig liegt auf der Terrasse und darf nicht gestört werden."
Wütend schiebt der Kare ab und erzählt daheim seiner Frau: "Mit´m Lucke will i nix mehr zu tun hob´n. Der spinnt. Nennen tut er sich jetzt Ludwig, und wos sei Weib is, die Theres, die nennt sich jetzt Terrasse....pfui Deibel."

Der Lucke jubelt: "Der Mai is wirkli a Wonnemonat!"
Kare schüttelt traurig den Kopf: "Mei Oide verreist erst im August."

Der Kare bringt seine Freundin, die Resi, zu Hochwürden.
"Bittschen, möchtens des Dirndl net in den Jungfrauenbund aufnehmen?"
Hochwürden bekommt einen roten Kopf und fragt die Resi: "Hast Du net a ledig´s Kind vom Kare?"
"Freili, Hochwürden", sagt das Dirndl errötend.
"Ja, woll Ihr mi pflanz`n", bricht der gerechte Zorn aus dem Kaplan.
"Wie wuist denn Du in den Jungfrauenbund, wannst nacha ka Jungfrau net bist?"
Resi stottert: "Nix für ungut, Hochwirn! I hob halt denkt, als passiv´s Mitglied."

 
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