Kare und Lucke klettern in den Bergen. Der Kare schaut unglücklicherweise in die Tiefe und fängt an zu zittern.
Er klettert als zweiter und hängt gerade am Seil.
"Du, Lucke, was machen ma nacha, wenn des Seil reißt?"
"Is net schlimm", beruhigt Lucke den Kare, "i hob no oans dabei."

AlsKare und Lucke sich am Stammtisch treffen, raucht der Kare wie ein Schlot.
"I denk, der Arzt hat´s Raucha verbot´n?" fragt der Lucke.
"Freili hat a", sagt seelenruhig der Kare. "Drei Stück hat a gstattet."
"Aba Du rauchst do vui mehra", wundert sich der Lucke.
"I bin halt scho im einundzwanzigsten Jahrhundert", sagt der Kare stolz.

Der Kare schüttelt missbilligend den Kopf: "Die junga Leit heit, de wissn nix mehr von der Liab. Wia i a junga Bursch war, nacha bin i auf Bad Tölz zu Fuaß, um mei Madl z´bsuacha."
Lucke staunt: "Nacha bist ja fimf Stund glaffa?"
"Pfeilgrad", nickt der Kare stolz.
"Und hoam a wieda fimf Stund?"
"Na, des net. Da bin i gmütli mit´m Sanitäterauto gfahrn."

"Na , Kare", erkundigt sich der Lucke neugierig, "hat die Zenzi dein Heiratsantrag ognomma?"
"Na, i muss no warten", gibt der Kare Auskunft.
"Worauf denn warten?"
"Die Zenzi hat gmoant, i wär der letzte, den sie heiraten tät."

Als sich der Lucke um eine Stellung bewirbt, fragt ihn der Personalchef:
"Sind sie verheiratet?"
"Na", erwidert Lucke treuherzig, "aba i hob a so gnua Schweres erlebt."

 
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